Passend zu Tag 3 meines Pilgerweges

Das Pilgerfliegengedicht          

                                                                                                                           

Es war mal eine Pilgerfliege 

in Schwaben stand die kleine Wiege.

Der Vater sprach zur Mutter „Guck,

Die Babyfliege heisst nun Puck“.

 

Flott wuchs der kleine Puck heran,

wurde bald ein Fliegenmann.

Schnell flügge wurd‘ das Tierchen auch,

und folgte altem Fliegenbrauch.

 

Den Wald zu finden war sein Ziel,

um dort zu treiben freches Spiel.

Mit Wild und besser noch mit Mensch,

ob Schweizer, Deutscher oder French.

 

Puck befolgte Vaters Rat,

und fand den tollen Pilgerpfad.

Wo ab und zu, gar viel zu selten,

die Pilger wandeln zwischen Welten.

 

Uih, manche sahen komisch aus,

trugen huckepack ihr Haus.

Dann eines Tages kam ne Frau,

die dachte sie sei superschlau.

 

Der Pilgerhut umrahmt das Hirn,

die Brille eng, fast an der Stirn.

Die Stöcke stieß sie in die Erde,

schneller liefen nur die Pferde.

 

Der Fluchtinstinkt, das war ihr Trieb

Und auch das einzige, was blieb.

Denn Puck, das war sein letzter Wille,

stieß im Sturzflug Richtung Brille.

 

Kurz  vor dem Aufprall, was ein Schreck,

war der kleine  Puck schon weg.

Ein Windsog hatte ihn erwischt,

in Sandra’s Nase gab’s kein Licht.

 

Ein Fluch von ihr, ein irres Schnauben,

Puck sah schon Licht und Friedenstauben.

Er schwebt schon in der nächsten Sphäre ,

ob das dort nicht Jakobus wäre?

 

Er schallt den Puck für seine Tat,

und gibt ihm einen  guten Rat.

„Im nächsten Leben, lieber Puck,

ehre doch den Pilgerschmuck“.

 

„Der Hut, das ist des Pilgers Kron.

verteidige wie deinen Sohn.

Und siehst du einen Brillenbügel,

dein Verlangen musst du zügeln.

 

Gib dem Pilger frei‘ Geleit,

dann kommt der sicher doppelt weit“.

Und halt dich fern von seiner Röhre,

dann lebst du lang und gut, ich schwöre!“

 

Und die Moral von der Geschicht‘,

ärger den Pilger lieber nicht!

Denn da der Puck gestorben ist,

wär ein Märchenende Mist!